Wirtschaftsprüfung -

 

Unsere Leistungen im Bereich Wirtschaftsprüfung sollen Ihr Unternehmen weiterbringen. Ein Anspruch, dem wir uns bei jedem Prüfungsauftrag stellen. Dafür setzen wir aus 30 Jahren Berufserfahrung unsere Kompetenz und volles Engagement ein. Unsere kontinuierliche Weiterqualifizierung auf allen benötigten Rechtsgebieten, der Einsatz eines Qualitätssicherungssystems und die vollständige digitalisieren von Dokumenten und deren Übermittlung durch eine eigene Cloud sichern ab, dass wir unseren selbstgesteckten Anspruch erreichen.

Unser Leistungsspektrum in der Wirtschaftsprüfung ist auf kleine und mittelständische Unternehmen ausgerichtet. Im Fokus liegen folgende Bereiche:

Am Ende dieser Seite gehen wir auch auf Folgendes ein:

Wirtschaftsprüfer Potsdam
Tatkräftige Unterstützung
für Ihr Unternehmen

Verschiedene Formen der Jahresabschlussprüfung

Bei unserer Untergliederung zur Jahresabschlussprüfungen unterscheiden wir danach, ob diese gesetzlich verpflichtend sind, wie bei gesetzliche Jahresabschlussprüfungen oder ob sie aus anderen Gründen beauftragt werden, es sich also um freiwillige Jahresabschlussprüfungen handelt. Dazu veranschaulichen wir auch einfach verständlich, wann Gesellschaften prüfungspflichtig werden.

Die Jahresabschlussprüfungen von gemeinnützigen und öffentlichen Einrichtungen nehmen bei uns einen besonderen Stellenwert ein. Wir arbeiten langjährig eng mit kleinen und großen Wohlfahrtsverbänden zusammen, genauso wie mit kommunalen und öffentlichen Betrieben.

Ein weiterer Menüpunkt unsere Seite Wirtschaftsprüfung betrifft auch die Frage: Wie wird ein Jahresabschluss geprüft? Neben den Fragen und Antworten zur Wirtschaftsprüfung unten auf dieser Seite wollen wir hier einen Überblick vermitteln, wie eine Jahresabschlussprüfung in der Praxis durchgeführt wird.

Die Prüfung von Fördermitteln

Die Prüfung von Fördermitteln der verschiedensten Zuwendungsgeber und unterschiedlichsten Förderprogramme sind seit mehr als 15 Jahren ein fester jährlicher Bestandteil unserer Wirtschaftsprüfung.

Eine Spezialisierung von uns besteht in dem Bereich der Prüfung von EU-Audits Horizon 2020. Hier arbeiten wir in der Wirtschaftsprüfung langjährig mit vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen. Dadurch haben unsere Prüfer exzellente Kenntnisse der im Detail doch recht komplexen Zuwendungsbestimmungen der EU. Mit diesen Kenntnissen sichern wir in jedem Einzelfall eine erfolgreiche Auditierung.

Die Prüfung von Fördermitteln, insbesondere auch von öffentlichen Förderungen, sind ein weites Tätigkeitsfeld unserer Wirtschaftsprüfung. Viele Unternehmen vertrauen hier auf unsere Expertise. Auch Projektförderungen, wenn sie einen gewissen Umfang überschreiten, werden von uns geprüft. Gleichwohl stehen wir auch gern als Berater zur Verfügung oder übernehmen auch die Erstellung von großen Verwendungsnachweisen.

Bei allen unseren Fördermittelprüfungen liegt der Fokus unserer Tätigkeit, Rechtssicherheit zu den verwendeten Mitteln herzustellen, damit es zu keinen Rückzahlungen oder anderen Problemen kommt.

Wirtschaftsprüfung Potsdam
Vielseitige Wirtschaftsprüfung erfordert
regelmäßige Weiterqualifizierungen

Unternehmensbewertung und Unternehmensberatung

Bei der Bewertung von klein und mittelgroßen Unternehmen im Rahmen einer Unternehmensbewertung kommt es auf in hohem Maße auf eine strukturierte und methodische Vorgehensweise an. Die Anforderungen an die Ermittlung des Unternehmenswertes im Ertragswertverfahren sind hoch und gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen liegt hier die Herausforderung, die Berechnung praktikabel und zu vertretbaren Honorarkosten durchzuführen.

Die Unternehmensberatung oder besser beschrieben als die Beratung von Unternehmen steht bei unserer Wirtschaftsprüfung mit auf der Agenda. Gleich ob wir eine Jahresabschlussprüfung, die Prüfung von Fördermitteln oder die Erstellung von Steuererklärungen vornehmen, Beratung gehört für uns dazu. Wenn der Umfang und die Aufgabenstellungen jedoch umfangreich und auch speziell werden, dann für wir auch gesonderte Beratungsaufträge durch.

Zehn häufige Fragen und Antworten zur Wirtschaftsprüfung

Wer bestellt den Abschlussprüfer?

Für jede Jahresabschlussprüfung, egal ob gesetzliche Jahresabschlussprüfung oder freiwillige Jahresabschlussprüfung ist ein Wirtschaftsprüfer (Abschlussprüfer) in der Gesellschafterversammlung für das betreffende Geschäftsjahr zu wählen. Besteht ein Aufsichtsrat, sollte dieser eine entsprechende Beschlussempfehlung fassen. Es kann auch festgelegt werden, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den Abschlussprüfer beauftragt, ansonsten hat dies durch die Geschäftsführung zu erfolgen.

Wie wird ein Vertrag mit einem Wirtschaftsprüfer getroffen?

Für jede Jahresabschlussprüfung ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem zu prüfenden Unternehmen und dem Abschlussprüfer zu schließen. Dies hat grundsätzlich jedes Jahr aufs Neue zu erfolgen. In dieser vertraglichen Vereinbarung sind die Rahmenbedingungen für die Jahresabschlussprüfung festzulegen, da nicht alles im Handelsgesetzbuch geregelt ist.

Diese Rahmenbedingungen werden weitestgehend durch die Wirtschaftsprüferkammer vorgegeben, beispielsweise das alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung gestellt werden, dass Auskunftspersonen vorhanden sein müssen, dass am Ende der Jahresabschlussprüfung durch die Geschäftsführung eine berufsübliche Vollständigkeitserklärung schriftlich abzugeben ist u.v.m.

Üblicherweise erfolgt die vertragliche Vereinbarung zur Jahresabschlussprüfung nach der Beauftragung durch die Geschäftsführung. Der Wirtschaftsprüfer antwortet hierauf mit einem Auftragsbestätigungsschreiben, welches neben dem Prüfungshonorar, den Prüfungsauftrag auch die o. g. Rahmenbedingen enthält. Lesen Sie auch hier: Wie wird ein Jahresabschluss geprüft?

Was bedeutet ein testierter Jahresabschluss?

Ein testierter Jahresabschluss bedeutet, dass der Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer geprüft und ein Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der Bestätigungsvermerk enthält in der Regel ein positives Prüfungsurteil, so dass sich Empfänger des Jahresabschlusses, z. B. Finanzinstitute, auf die Korrektheit des Jahresabschlusses verlassen können. Lesen Sie hierzu auch die Frage: Was ist ein Testat?

Was geschieht, wenn keine Jahresabschlussprüfung erfolgt?

Wenn für einen Jahresabschluss, der der gesetzlichen Prüfungspflicht unterliegt (lesen Sie dazu auch: Wann ist eine Gesellschaft prüfungspflichtig?) keine entsprechende Jahresabschlussprüfung durchgeführt wurde, dann ist dieser Jahresabschluss nichtig.

Die Nichtigkeit des Jahresabschlusses führt dazu, dass der Jahresabschluss nicht rechtmäßig durch die Gesellschafterversammlung festgestellt werden kann. Gleichfalls kann auch kein gültiger Gewinnausschüttungsbeschluss gefasst werden. Wird dennoch eine Gewinnausschüttung vorgenommen, können diese von den Gesellschaftern wieder zurückverlangt werden. Steuerrechtlich liegt dann eine sog. „verdeckte Gewinnausschüttung“ vor mit entsprechenden unerfreulichen Konsequenzen.

Auch die vorgeschriebene Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger (eBanz) wird dann über kurz oder lang zu Bußgeldern führen, da prüfungspflichtige Unternehmen zusammen mit ihrem Jahresabschluss auch den Bestätigungsvermerk zu veröffentlichen haben. Lesen Sie hierzu auch die Frage: Was ist ein Testat?

Wie lange darf ein Wirtschaftsprüfer ein Unternehmen prüfen?

Grundsätzlich bestehen keine Beschränkungen der Prüfungszeiträume. Nur bei Unternehmen im öffentlichen Interesse, also sehr großen Unternehmen wie beispielsweise Dax-Unternehmen, gibt es eine gesetzliche Beschränkung auf 20 Jahre (2 x 10 Jahre) bzw. 24 Jahre (bei Joint Ventures).

Eine weitere Beschränkung besteht bei öffentlichen Unternehmen. Es gibt hierzu zwar keine rechtlich verbindliche Handhabe, auch wenn manche sich auf die LHO (Landeshaushaltsordnung) berufen, aber in der Praxis wird regelmäßig nach fünf Jahren der Wirtschaftsprüfer gewechselt.

Dadurch soll (angeblich) die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gewahrt werden, was aber in der Praxis durch die sehr hohen berufsrechtlichen Anforderungen an Wirtschaftsprüfer zur Unabhängigkeit ins Leere läuft. Im Übrigen könnte man bei entsprechenden Bedenken auch die vor Ort eingesetzten Prüfer nach fünf Jahren austauschen (interne Rotation), um einer befürchteten „Verbrüderung“ zwischen Prüfern die vor Ort prüfen und öffentlich Angestellten vorzubeugen.

Was passiert bei Meinungsverschiedenheiten mit dem Abschlussprüfer?

Meinungsverschiedenheiten mit einem Abschlussprüfer können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Normalerweise führen Meinungsverschiedenheiten dazu, dass man sich mit der Geschäftsführung zusammensetzt und gemeinsam eine Lösung des Problems erarbeitet.

In seltenen Ausnahmefällen kann eine Lösung aber auch scheitern. Grundsätzlich kann die Geschäftsführung den Abschlussprüfer nicht abberufen. Der Wirtschaftsprüfer seinerseits kann das Prüfungsmandat nur niederlegen, wenn er gravierende Beanstandungen erhebt, z. B. Unregelmäßigkeiten, falsche Auskunftserteilungen oder er seine Prüfung wegen ernsthaften Prüfungshindernissen nicht fortführen kann.

Sollte ein solcher Fall tatsächlich mal eintreten, wäre es für beide Seiten hilfreich, sich an die Wirtschaftsprüferkammer zu wenden. Bei fachlichen Meinungsverschiedenheiten kann auch eine Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer eingeholt werden.

Wer hier nicht mit „offiziellen“ Stellen zusammenarbeiten möchte, kann auch einen anderen kompetenten Wirtschaftsprüfer zurate ziehen, wenn der Mandant dem zustimmt oder bei sich auf einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer einigen.

Was ist ein Testat?

Ein Testat ist der häufig verwendete Begriff für einen Bestätigungsvermerk. Der Bestätigungsvermerk ist das abschließende Prüfungsurteil eines Wirtschaftsprüfers für eine Jahresabschlussprüfung. Im Normalfall fällt ein Bestätigungsvermerk positiv aus.

Dieses positive Prüfungsergebnis ergibt sich nicht daraus, dass alle aufgestellten Jahresabschlüsse richtig sind, sondern, das Beanstandungen und Mängel während der Prüfung im gegenseitigen Einvernehmen gelöst, sprich korrigiert werden. Ähnlich wie bei einem Auto, dass beim ersten Mal den TÜV nicht besteht, kann man, nachdem alle Mängel in der Werkstatt beseitigt wurden, nochmals vorfahren und erhält dann die begehrte TÜV-Plakette.

Ein positiver oder, wie es richtig heißen müsste, uneingeschränkter Bestätigungsvermerk bedeutet, dass der Jahresabschluss im Wesentlichen ein Bild der tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und die Ordnungsmäßigkeit der Buchhaltung sowie weitere rechtliche Vorschriften gewährleistet sind. Ein Bestätigungsvermerk bietet damit eine hinreichende Sicherheit, dass sich die Adressaten oder Empfänger des Jahresabschlusses auf diesen verlassen können. Eine absolute Sicherheit kann jedoch auch ein Bestätigungsvermerk nicht vermitteln.

Ein Bestätigungsvermerk kann aber eingeschränkt werden, wenn einzelne Bestandteile des Jahresabschlusses nicht korrekt sind oder er kann auch versagt werden, d. h. es wird kein Bestätigungsvermerk erteilt. In diesen Fällen müssten dann aber gravierende Beanstandungen vorliegen, die das zu prüfende Unternehmen nicht beseitigt hat.

Dürfen Wirtschaftsprüfer auch Jahresabschlüsse erstellen?

Grundsätzlich erstellen Wirtschaftsprüfer auch Jahresabschlüsse für Ihre Mandanten. Allerdings darf dies nicht bei Mandaten erfolgen, für die auch gleichzeitig eine Jahresabschlussprüfung durchgeführt wird. Hier gilt ein absolutes Erstellungsverbot und für ein solches Mandat darf auch nicht die Finanzbuchhaltung übernommen werden. Ein Wirtschaftsprüfer der bei der Erstellung des Jahresabschlusses hilft, den er dann prüft, darf die Prüfung nicht zu Ende führen und darf kein Bestätigungsvermerk erteilen. Dies würde gegen das sog. Selbstprüfungsverbot verstoßen und auch die Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers in Frage stellen.

Es ist allerdings zulässig, dass ein Wirtschaftsprüfer bei einer Jahresabschlussprüfung Fragen zur Aufstellung des Jahresabschlusses beantwortet, insbesondere auch vor der eigentlichen Aufstellung selbst. Allerdings haben die Antworten hierzu allgemeingültig zu erfolgen, wie z. B. grundlegende Bilanzierungsfragen und dürfen nicht konkrete Lösung von Einzelfällen beinhalten. Bei einer bereits erfolgten Vorlage eines Jahresabschlusses kann und muss der Prüfer jedoch Beanstandungen treffen und hat in Form einer „Vorschlagsliste für Nachbuchungen“ auch Empfehlungen zur Lösung der Beanstandung geben.

Als grundsätzlich zulässig wird auch eingeschätzt, dass Wirtschaftsprüfer, die einen Vorjahresabschluss erstellt haben, im folgenden Jahr den Folgeabschluss prüfen dürfen, da sie hier nicht gegen das Selbstprüfungsverbot verstoßen. Auch die reine abrechnungstechnische Abwicklung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden nicht als Verstoß gegen das Selbstprüfungsgebot gewertet.

Wer prüft die Wirtschaftsprüfer?

Wirtschaftsprüfer unterliegen grundsätzlich erst einmal der Berufsaufsicht durch die Wirtschaftsprüferkammer. Allerdings sind fast 90 % Prozent der „kleinen“ Wirtschaftsprüfer mehr oder weniger nicht mehr betroffen, da sie keine gesetzlichen Jahresabschlussprüfungen mehr durchführen dürfen. Dies resultiert daher, weil sie aufgrund der sehr strengen und hohen Anforderungen nicht mehr am berufsständischen Qualitätskontrollverfahren teilnehmen.

Wirtschaftsprüfer oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die auch gesetzliche Abschlussprüfungen vornehmen, haben sich in regelmäßigen Abständen dem vorgenannten Qualitätskontrollverfahren zu unterziehen. Dazu müssen Sie einen entsprechenden Wirtschaftsprüferkollegen mit einer besonderen Qualifikation und Zulassung bestellen, der das Qualitätssicherungssystem in der Kanzlei und auch einzelne Prüfungsaufträge der Kanzlei prüft. Wird diese Prüfung nicht erfolgreich abgeschlossen, droht der Entzug der Zulassung, weiterhin gesetzliche Abschlussprüfungen durchführen zu dürfen.

Macht ein Wirtschaftsprüfer neben Jahresabschlussprüfung auch Steuerberatung?

Ein Wirtschaftsprüfer kann im gleichen Umfang Steuerberatung machen wie ein Steuerberater. Er darf sich nur nicht persönlich Steuerberater nennen, wenn er denn Titel nicht zusätzlich erworben hat.

Ob ein Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatung macht sollte hauptsächlich von der entsprechenden Fachkompetenz und Berufserfahrung abhängen. Wenn jemand wie wir über 30 Jahre steuerliche Beratung für seine Mandanten durchführt, stellt sich die Frage nicht. Für unsere Mandanten spielt der Berufstitel ohnehin keine Rolle bzw. man kann auch gar nicht verhindern, wenn man als Wirtschaftsprüfer mit „Steuerberater“ angesprochen wird (viele kennen auch gar nicht den Unterschied).

Als Wirtschaftsprüfer Steuerberatung zu machen ist eigentlich geläufig, da mit dem Prüfungsauftrag auch regelmäßig der Auftrag für die Erstellung der Steuererklärungen und die Vertretung gegenüber Finanzämter einhergeht.

Nicht selten ist ein Wirtschaftsprüfer sogar der bessere „Steuerberater“, weil wir gerade bei anspruchsvollen Aufgabestellungen, wie beispielsweise Steueroptimierung aufgrund unserer Arbeitsweise in der Wirtschaftsprüfung viel umfassender und systematischer vorgehen. Wir achten auch viel mehr auf den rechtlich-wirtschaftlichen Gesamtkontext in dem ein Unternehmen steht, als ein Steuerberater, der hauptsächlich Einzelfragen löst.