Freiwillige Jahresabschlussprüfungen für Wirtschaftsunternehmen

Freiwillige Jahresabschlussprüfungen sind Prüfungen, die nicht aufgrund (handels-) rechtlicher Vorschriften durchgeführt werden. Dies betrifft neben Personengesellschaften, an denen keine Kapitalgesellschaft beteiligt ist, insbesondere auch Vereine, Stiftungen und kleine Kapitalgesellschaften.

Wann wird eine Kapitalgesellschaft prüfungspflichtig? Schauen Sie hier für weitere Informationen:

Größenmerkmale für die Prüfungspflicht

Warum lassen sich Unternehmen, die diese Grenzwerte nicht überschreiten, freiwillig prüfen?

Gründe im Gesellschafterkreis

Es gibt, je nach Unternehmenssituation, zahlreiche Gründe seinen Jahresabschluss prüfen zu lassen. Dies beginnt, wenn mehrere Gesellschafter an einem Unternehmen beteiligt sind, ohne selbst in die Geschäftsführung eingebunden zu sein, damit Rechtssicherheit zu dem Jahresabschluss und insbesondere dem darin ermittelten Jahresergebnis erlangt wird.

Dies kommt auch oftmals zum Tragen, wenn eine Muttergesellschaft über keine eigene Innenrevision verfügt und Sicherheit zu den Jahresabschlüssen Ihrer Tochterunternehmen erlangen möchte.

Weitere wichtige Anwendungsfälle liegen vor, wenn ein neuer Gesellschafter oder Investor sich an einer GmbH (oder AG) beteiligen möchte. Hier möchte man natürlich durch eine Jahresabschlussprüfung ein hohes Maß an Rechtssicherheit über die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Gesellschaft erreichen.

Satzungsmäßige Gründe

Oft ist auch in der Satzung eines Unternehmens verankert, dass eine Wirtschaftsprüfung durchzuführen ist. Dies ist typischerweise bei gemeinnützigen Unternehmen der Fall oder auch bei Unternehmen, an denen eine Kommune oder öffentliche Gebietskörperschaft beteiligt ist.

Im Prüferzimmer

Im Prüferzimmer

 

Rechtliche Gründe

Aus rechtlichen Gründen und insoweit streng genommen nicht mehr ganz so freiwillig, werden Jahresabschlussprüfungen bei Erhöhung des Stammkapitals aus Gesellschaftsmitteln (Rücklagen oder Gewinnvortrag) notwendig, da hier ohne ein Testat vom Wirtschaftsprüfer keine Eintragung beim Handelsregister möglich ist.

Dies betrifft auch andere Fälle wie z. B. bei Erhöhungen des Stammkapitals aus Sacheinlagen oder wenn die Anteile einer Gesellschaft als Tochterunternehmen auf eine andere Gesellschaft (steuerfrei) übertragen werden sollen, also auf ein Mutterunternehmen (oftmals auch Holding).

Unternehmensfinanzierung

Einer der häufigsten Gründe für die Beauftragung einer freiwilligen Jahresabschlussprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer ergibt sich im Rahmen der Unternehmensfinanzierung. Typische Fälle sind hier kleine GmbHs mit einem hohen Kapitaleinsatz, z. B. eine Spedition mit einem großen Fuhrpark an Trucks und Anhängern oder eine Baufirma, die teure Baumaschinen zu finanzieren hat. Die Vorlage eines testierten Jahresabschlusses durch einen Wirtschaftsprüfer macht den Weg frei für eine Finanzierung und/oder kann die Finanzierungskosten deutlich senken.

Weitere Informationen können wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch bei uns in Potsdam oder gerne bei Ihnen vor Ort geben.

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