Wie ermittelt sich das Honorar für eine Jahresabschlussprüfung?

Nach berufsrechtlichen Vorgaben sollten sich die Prüfungshonorare an dem tatsächlichen Prüfungsaufwand für die Wirtschaftsprüfung orientieren. Da wir für jede Wirtschaftsprüfung einen vollständigen Arbeitsplan erstellen mit den jeweils benötigten Zeitaufwendungen, hat jede Prüfung bei uns ein Budget, in dem der Zeitaufwand für jeden Prüfer und jeden Prüfungsauftrag festgehalten ist. Der erforderliche Zeitaufwand in Stunden wird mit dem jeweiligen Stundensatz des Prüfers, entsprechend seiner Qualifikation und Berufserfahrung, multipliziert.

Für Angebotskalkulationen gehen wir von einem durchschnittlichen Prüfer-Stundensatz von 80,- Euro/Std. aus. Zusätzlich stellen wir Reisekosten entsprechend den steuerlichen Regelungen und die gesetzliche Mehrwertsteuer in Rechnung, ggf. auch noch eine Pauschale für die Anfertigung zusätzlicher Berichtsexemplare. Mehr nicht. Weitere Posten oder Nebenkosten oder Reisekosten in Prozentsätzen von bis zu 20 % der Prüfungshonorare anzusetzen, gibt es bei uns nicht.

Angebotskalkulation Prüfung

Welche Faktoren wirken sich auf das Honorar aus?

 

Unsere Prüfer führen bei allen ihren Prüfungsaufträgen Leistungsnachweise und tragen hier täglich ihre Arbeitszeiten und Arbeitstätigkeiten ein. Diese tatsächlichen Arbeitsstunden vergleichen wir für Folgeaufträge mit dem o. g. Prüfungsbudget. Sofern sich hieraus aufgrund von größeren Abweichungen kein zwingender Handlungsbedarf ergibt, halten wir unsere Prüfungshonorare bei Folgeprüfungen konstant.

Soweit ein Wirtschaftsprüfer bzw. eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf Grundlage der tatsächlichen notwendigen Prüfungsarbeiten und Prüfungszeiten die Honorare kalkuliert, wie wir es hier vorstehend dargestellt haben, gibt es hauptsächlich folgende Einflussfaktoren, die die Höhe des Prüfungshonorars beeinflussen:

  • Zunächst die Größe des Unternehmens und damit das prüfungspflichtige Geschäftsvolumen. Ein Unternehmen mit 10 Mio. Euro Umsatzerlösen und ca. 50 Mitarbeitern erfordert einen anderen Prüfungsansatz und Umfang der Prüfungsarbeiten als ein Unternehmen mit 40 Mio. Euro Umsatzerlösen und ggf. 300 Arbeitnehmern.
  • Das Geschäftsmodell des zu prüfenden Unternehmen. Ein Bauunternehmen mit einem großen Maschinenpark und über hundert Baustellen und einem hohen Bestand an Unfertigen Leistungen zum Ende des Jahres erfordert umfangreiche Prüfungshandlungen der aktivierten Bauleistungen, wohingegen ein einfacher Dienstleistungsbetrieb mit geringem Anlagevermögen und ohne Vorräte diese Prüfungshandlungen nicht erfordert.
  • Unternehmen in der Krise oder mit Bonitätsproblemen sind aufwendiger zu prüfen als finanziell ertragsreiche Unternehmen.
  • Aufbau und Organisation des Rechnungswesens: Unternehmen, die sehr gut organisiert sind, mit klaren Prozessstrukturen in den Abläufen, mit ausreichendem und gut qualifiziertem Fachpersonal erfordern weniger Prüfungshandlungen als Unternehmen, deren Rechnungswesen unterbesetzt ist, wenige Organisationsstrukturen und –anweisungen aufweist und die Mitarbeiter ggf. unzureichend qualifiziert sind oder nicht immer allen ihren Verpflichtungen zeitnah nachkommen und demzufolge viele Prüfungsunterlagen nur schleppend oder nicht zeitgerecht vorbereitet werden oder die Unterlagen Mängel aufweisen, was dann auf unserer Seite als Prüfer zu einem höheren Arbeitsaufwand führt.
  • Form der Zusammenarbeit: Wir legen einen sehr hohen Stellenwert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die wir prüfen. Gelegentlich gibt es aber auch Unternehmen deren Rechnungswesen und Verwaltung in viele Zuständigkeiten zergliedert ist und wir dann selbst einen hohen Organisationsaufwand betreiben müssen, um von der zuständigen Person die richtigen Unterlagen zum festgelegten Zeitpunkt zu erhalten.
Qualität Jahresabschlussprüfung

Gute Qualität und volle Kostenkontrolle!

Während die ersten drei vorstehenden Einflussfaktoren häufig vorgegeben sind und damit den Grundrahmen unseres Prüfungshonorars bilden, stellen die beiden letzten Punkte Einflussfaktoren dar, die aufgrund des höheren oder niedrigeren Arbeitsaufwandes auf Seiten von uns Prüfern zu einem höheren oder niedrigeren Prüfungshonorar führen.

Bei einem Vorliegen von positiven Einflussfaktoren, d. h. günstigen Bedingungen, mit einem niedrigen Zeitaufwand, könnte sich ein Prüfungshonorar für die Wirtschaftsprüfung beispielhaft wie folgt ergeben:

Beispiel für Ermittlung Prüfungshonorar

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Neben dem Prüfungshonorar sollten bei qualitativ hochwertigen Abschlussprüfungen auch die Vorteile und der Nutzen, den solche Abschlussprüfungen bieten, beachtet werden. Wenn Sie sich dafür interessieren drücken Sie bitte den Button:

Welche Vorteile kann eine Jahresabschlussprüfung für das zu prüfende Unternehmen haben?

Weitere Informationen können wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch bei uns in Potsdam oder gerne bei Ihnen vor Ort geben.

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